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Antirutschmatten für LKW – Ladungssicherung nach VDI 2700

Antirutschmatten für LKW der Marke PIKKI® sind durch die DEKRA Bielefeld und das Fraunhofer Institut (IML) unter realen Bedingungen und mit echten Ladegütern nach VDI 2700 geprüft und erreichen mühelos einen Gleitreibbeiwert von µ= 0,6 

Unsere PIKKI® Antirutschmatten für LKW unterstützen eine sichere und wirtschaftliche Ladungssicherung auf Ladeflächen, Sattelaufliegern, Curtainsidern, Kofferaufbauten und Spezialfahrzeugen. Wir entwickeln, produzieren und verarbeiten unsere Antirutschmatten selbst und liefern passende Lösungen für Palettenware, Gitterboxen, Kanthölzer, Maschinen, Betonfertigteile und Schwerlastanwendungen.

Für typische LKW-Transporte empfehlen wir je nach Ladegut Antirutschstreifen, Mattenware, Rollenware oder individuelle Zuschnitte. Wenn Auflagefläche, Gewicht oder Oberfläche besondere Anforderungen stellen, beraten wir Sie technisch zur passenden PIKKI® Lösung.

Ladungssicherung mit Antirutschmatten auf LKW, Palette gesichert mit PIKKI® Antirutschlösung

Welche Antirutschmatte eignet sich für welchen LKW-Einsatz?

Für LKW-Transporte wählen wir die Antirutschmatte nicht nur nach Materialstärke aus. Entscheidend sind Ladegut, Gewicht, Auflagefläche, Fahrzeugboden, Oberflächenempfindlichkeit und die geplante Sicherungsmethode.

Für viele Standardtransporte mit Paletten, Gitterboxen oder Kanthölzern ist unsere Antirutschmatte PIKKI® 720 die passende Lösung. Für empfindliche Betonoberflächen empfehlen wir unsere Antirutschmatte PIKKI® 950. Für hohe Punktlasten, Schwerlastantirutschmatten für Baumaschinen, Raupenfahrzeuge oder schwere Stahlteile verwendet man unsere Antirutschmatte PIKKI® STRONG.

Warum aber reicht eine Antirutschmatte alleine nicht aus?

Antirutschmatten für LKW gehören heute zu den wichtigsten Hilfsmitteln der Ladungssicherung. Sie erhöhen den Reibwert zwischen Ladegut und Ladefläche und reduzieren dadurch die Sicherungskräfte, die durch Zurrgurte oder andere Sicherungsmittel aufgenommen werden müssen. Damit Antirutschmatten jedoch richtig eingesetzt werden können, muss zunächst bekannt sein, welche Sicherungskräfte der jeweilige Fahrzeugaufbau bereits übernimmt.

LKW Einsatz Unsere Empfehlung Typische Formate
Europaletten, Gitterboxen, Stückgut
Antirutschstreifen
Wechselnde Ladegüter im Speditionsbetrieb
Antirutschmatte PIKKI® 720
Rollenware oder Streifen
Kanthölzer, Stahlprofile, Ladegestelle
PIKKI® 720 oder PIKKI® STRONG
Streifen oder Zuschnitte
Sichtbeton und Betonfertigteile
Zuschnitte, Streifen oder Matten
Maschinen, Raupenfahrzeuge, Schwerlast
Zuschnitte, Streifen oder auch Sonderzuschnitte

Anti Rutsch Matte LKW aus Gummigranulat mit PU-Kleber gebunden

PIKKI® Antirutschmatten erfüllen zwei entscheidende Anforderungen für die Ladungssicherung auf LKW: Zum einen erreichen sie den für die Berechnung angesetzten Gleitreibbeiwert von μ = 0,6 nach VDI 2700. Zum anderen verfügen sie über eine ausreichend hohe Zugfestigkeit, damit die Matte auch unter hohen Belastungen nicht einreißt und ihre Antirutschwirkung dauerhaft erhalten bleibt.

Sie möchten sich zu unseren Produkten beraten lassen?

Ladungssicherung beginnt beim Fahrzeugaufbau siehe DIN EN 12642 für LKW

Bevor Zurrgurte, Antirutschmatten oder andere Hilfsmittel zur Ladungssicherung eingesetzt werden, muss zunächst der Fahrzeugaufbau betrachtet werden. Die DIN EN 12642 legt fest, welche Sicherungskräfte ein LKW-Aufbau bereits aufnehmen kann. Erst wenn diese Kräfte bekannt sind, lässt sich berechnen, welche Massenkräfte beim Bremsen, Beschleunigen oder in Kurven zusätzlich durch Hilfsmittel zur Ladungssicherung aufgenommen werden müssen.

Antirutschmatten erhöhen dabei den Reibwert zwischen Ladegut und Ladefläche. Dadurch verringern sich die auf die Zurrmittel wirkenden Kräfte und die erforderliche Vorspannkraft der Zurrgurte kann erheblich reduziert werden. Die richtige Kombination aus Fahrzeugaufbau, Reibwerterhöhung und Zurrmitteln bildet die Grundlage einer sicheren und wirtschaftlichen Ladungssicherung.

Welche Fahrzeugaufbauten für LKW gibt es?

Standard Curtainsider Code XL

Fahrzeugaufbau Standard-Curtainsider

Bei einem Standard-Curtainsider übernimmt die Seitenplane keine Sicherungskräfte. Die gesamte Ladung muss deshalb durch geeignete Ladungssicherungsmittel wie Antirutschmatten, Zurrgurte oder formschlüssige Sicherung gegen Verrutschen gesichert werden.

Sicherungskräfte des Fahrzeugaufbaus

  • Frontwand: 30 %
  • Seiten: 0 %
  • Heck: 0 %
  • Plane dient nur als Wetterschutz.

Fahrzeugaufbau Code XL-Sattelanhänger

Ein Code XL-zertifizierter Sattelanhänger kann aufgrund seines verstärkten Fahrzeugaufbaus bereits einen erheblichen Teil der beim Transport auftretenden Massenkräfte aufnehmen. Dadurch reduziert sich der Aufwand für die Ladungssicherung deutlich. Dennoch müssen Ladegut, Fahrzeugaufbau und eingesetzte Ladungssicherungsmittel immer als Gesamtsystem betrachtet werden. Antirutschmatten erhöhen den Reibwert zwischen Ladegut und Ladefläche und tragen dazu bei, die erforderlichen Sicherungskräfte durch Zurrmittel weiter zu reduzieren.

Sicherungskräfte des Fahrzeugaufbaus

  • Frontwand: 50 %
  • Seitenwände: 40 %
  • Heckportal: 25 %
  • Fahrzeugaufbau nach DIN EN 12642 Code XL zertifiziert
Sattelanhänger Belastungen Aufbau
Hamburger Verdeck

Fahrzeugaufbau Hamburger Verdeck

Das Hamburger Verdeck verfügt über verstärkte Spriegel und Bordwände, die bereits einen Teil der beim Transport auftretenden Massenkräfte aufnehmen können. Im Vergleich zum Standard-Curtainsider verbessert sich dadurch die Sicherungswirkung des Fahrzeugaufbaus. Dennoch müssen die verbleibenden Kräfte weiterhin durch geeignete Ladungssicherungsmittel wie Antirutschmatten und Zurrgurte aufgenommen werden.

Sicherungskräfte des Fahrzeugaufbaus

  • Frontwand: 30 %
  • Plane und Spriegel: 6 %
  • Bordwand: 24 %
  • Heck: 0 %
  • Aufbau gemäß DIN EN 12642

Fahrzeugaufbau Kofferaufbau

Ein Kofferaufbau besitzt geschlossene und stabile Seitenwände, die einen großen Teil der beim Transport auftretenden Massenkräfte aufnehmen können. Dadurch bietet der Kofferaufbau gegenüber einem Curtainsider bereits konstruktionsbedingt eine höhere Sicherungswirkung. Dennoch müssen Ladegut und Fahrzeugaufbau immer als Gesamtsystem betrachtet werden. Antirutschmatten erhöhen den Reibwert zwischen Ladegut und Ladefläche und reduzieren dadurch die erforderlichen Sicherungskräfte, die durch Zurrmittel aufgenommen werden müssen.

Sicherungskräfte des Fahrzeugaufbaus

  • Frontwand: 30 %
  • Seitenwände: 30 %
  • Heckportal: 30 %
  • Geschlossener Fahrzeugaufbau nach DIN EN 12642
Kofferaufbau nach DIN EN 12642

Massenkräfte bei der Ladungssicherung

Beim Bremsen, Beschleunigen oder in Kurven wirken erhebliche Massenkräfte auf das Ladegut. Diese Kräfte entstehen durch die Trägheit der Ladung und müssen durch den Fahrzeugaufbau sowie geeignete Ladungssicherungsmittel sicher aufgenommen werden.

Die VDI 2700 und die DIN EN 12195-1 geben hierfür Berechnungsgrundlagen vor. Erst wenn die auftretenden Kräfte bekannt sind, kann die erforderliche Anzahl von Zurrgurten oder die notwendige Reibwerterhöhung durch Antirutschmatten richtig bestimmt werden.


Typische Massenkräfte

  • Nach vorne (Bremsen): 0,8 g
  • Nach hinten (Beschleunigen): 0,5 g
  • Zur Seite (Kurvenfahrt): 0,5 g
  • Nach oben: abhängig von Fahrbahnunebenheiten und Schwingungen

Was bedeutet 0,8 g?

Bei einer Vollbremsung versucht eine 1.000 kg schwere Ladung mit einer Kraft von 800 kg nach vorne zu rutschen. Diese Kraft muss durch Fahrzeugaufbau, Antirutschmatten und Zurrmittel sicher aufgenommen werden.

Beispiel Wirkung der Massenkraft

Ladungsgewicht: 2.500 kg

Bremskraft nach vorne

2.500 kg × 0,8 = 2.000 daN

Diese Sicherungskraft muss durch

  • Fahrzeugaufbau
  • Reibung
  • Zurrgurte
  • formschlüssige Sicherung

aufgenommen werden.

Antirutschmatte für LKW PIKKI® 720Anwendung zur Ladungssicherung

Wie werden Antirutschmatten  effizient auf LKW eingesetzt?

Antirutschstreifen gehören zu den am häufigsten verwendeten Antirutschmatten für LKW. Sie werden vor allem bei der Verladung von Europaletten und Holzeinwegpaletten eingesetzt.

Die Antirutschstreifen werden in der Regel längs zur Fahrtrichtung auf der Ladefläche ausgelegt. Dadurch können Paletten mit einem Hubwagen oder einer Ameise problemlos quer über die Ladefläche verfahren werden, ohne dass die Antirutschmatten verrutschen oder beschädigt werden.

Auf einem herkömmlichen Sattelauflieger lassen sich bis zu 32 Europaletten formschlüssig verladen. Die Palettenkufen liegen dabei auf mindestens zwei, häufig sogar auf drei Antirutschstreifen auf. Dadurch wird eine gleichmäßige Reibwerterhöhung zwischen Ladegut und Ladefläche erreicht.

Kopflastige oder hohe Paletten sollten trotz der Verwendung von Antirutschmatten grundsätzlich zusätzlich mit geeigneten Zurrgurten gesichert werden. Antirutschmatten erhöhen den Reibwert und reduzieren die erforderlichen Sicherungskräfte, ersetzen jedoch keine notwendige Direkt- oder Niederzurrung.

Einsatzbereiche unserer LKW-Antirutschmatten

Unsere Antirutschmatten kommen in ganz unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz. Besonders beliebt sind sie bei Speditionen, Bauunternehmen, in der Landwirtschaft und bei Handwerksbetrieben. Ob schwere Maschinen, Palettenware oder empfindliche Geräte – mit unseren Matten bleibt Deine Ladung immer sicher an ihrem Platz. Auch für Kombinierte Sicherungskonzepte (z. B. Zurrgurte + Antirutschmatten) sind sie ideal geeignet. Antirutschmatten aus Gummigranulat sind bis zu 100 mal widerverwendbar ohne nenneswerten Reibwertverlust. Schon der GDV (Gesellschaft der Versicherer) weist auf die hervorragende Wirkung zur Rutschhemmung von Antirutschmatten hin. Weitere Informationen zur Auswahl und richtigen Anwendung von Antirutschmatten in der Ladungssicherung finden Sie auf unserer zentralen Übersichtsseite.

Häufige Fragen zu Antirutschmatten für LKW

Brauche ich zusätzlich noch Zurrgurte?

Ja! Antirutschmatten ersetzen keine Zurrgurte. Sie ergänzen die Sicherung, indem sie die Reibung erhöhen und die Anzahl der Gurte verringern können. Trotzdem sind Zurrgurte nach wie vor Pflicht!

Sind die Matten wiederverwendbar?

Ja, unsere PIKKI® Antirutschmatten sind mehrfach verwendbar. Nach jedem Einsatz solltest Du sie jedoch reinigen und auf Beschädigungen prüfen, um ihre volle Funktion zu gewährleisten.

Welche Stärke wird empfohlen?

Wir empfehlen für LKW-Ladungen eine Stärke von mindestens 8 mm. Für sehr schwere oder empfindliche Transporte können auch dickere Varianten sinnvoll sein.

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